Der Genotyp, nicht Hitze, prägt die DNA-Methylierung in der Kartoffel
Die Kartoffel reagiert empfindlich auf hohe Temperaturen, was die Genaktivität und den Ertrag beeinflusst. In unserer neuen Studie, die kürzlich im Fachjournal The Plant Journal (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/tpj.70690) veröffentlicht wurde, haben wir untersucht, welche Rolle die DNA-Methylierung bei der Hitzereaktion zweier Kartoffelsorten spielt: der mäßig hitzetoleranten Sorte Annabelle und der hitzeempfindlichen Sorte Camel.
Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Unterschiede in der DNA-Methylierung unabhängig vom Hitzestress bestehen und hauptsächlich genetische Unterschiede zwischen den Sorten widerspiegeln. Zwar wurden viele Gene identifiziert, deren Aktivität sich unter Hitzestress verändert, doch nur wenige dieser Veränderungen standen in direktem Zusammenhang mit Änderungen der DNA-Methylierung. Insgesamt deutet die Studie darauf hin, dass die DNA-Methylierung bei Kartoffeln unter Hitzestress weitgehend stabil ist und eher zur genetischen Vielfalt beiträgt als direkt die Genexpression zu steuern.
